[§16] Die Anerkennung des Schattens ist ein moralisches Problem, das die ganze Ego-Persönlichkeit herausfordert, denn niemand kann sich des Schattens bewußt werden, ohne erheblichen moralischen Aufwand. […] Es ist oft tragisch zu sehen, wie ein Mensch sich selbst und anderen das Leben verdirbt, ohne einzusehen, daß die ganze Tragödie von ihm ausgeht.
[§17] Die Projektion des Schattens auf andere ist ein häufiges Vorkommnis und die Ursache vieler Neid und Eifersucht. Der Betroffene fühlt sich in seiner Kritik gerechtfertigt und erkennt doch nicht, daß er gerade so im Unrecht ist wie das Objekt seiner Kritik.
[§18] Der Projektionsbildende Faktor ist die autoerotische Phantasie, die unbewußt abläuft und das Unbewußte projizieren will, um es bewußt zu machen. Dies ist die Wurzel aller Projektion. […]
Il riconoscimento dell’ombra è un problema morale che sfida l’intera personalità dell’io, poiché nessuno può diventare consapevole dell’ombra senza uno sforzo morale considerevole. È spesso tragico vedere come un uomo si rovini la vita e quella degli altri, senza rendersi conto che l’intera tragedia proviene da lui.
La proiezione dell’ombra sugli altri è un fenomeno frequente e la causa di molta invidia e gelosia. L’interessato si sente giustificato nella sua critica e tuttavia non si rende conto che è altrettanto in torto quanto l’oggetto della sua critica.
Il fattore che produce la proiezione è la fantasia autoerotica, che procede in modo inconscio e vuole proiettare l’inconscio per renderlo cosciente. Questa è la radice di ogni proiezione.
CARL GUSTAV JUNG
Aion (Gesammelte Werke, vol. 9/II, 1951, §16-18, pp. 17-19)